Berufsstart

14 Private Kommunikation im Job Ein Anwalt klärt auf, was rechtlich erlaubt ist – und was nicht Wenn es Ärger rund um die pri- vate Kommunikation gibt, wird es oft kompliziert. Die wichtig- sten Fragen und Antworten dazu im Überblick: Darf ich am Arbeitsplatz privat kommunizieren? Meistens nicht. „Ob ich am Ar- beitsplatz privat kommunizieren darf, hängt immer vom Arbeits- vertrag, Arbeitsanweisungen des Arbeitgebers und entsprechenden Betriebsvereinbarungen ab“, er- läutert Norbert Geyer, Anwalt für IT-Recht in einer Kanzlei in Augs- burg. „Wenn da nichts geregelt ist, ist erstmal alles untersagt.“ Spielt eine Rolle, ob ich mein eigenes Smartpho- ne oder das Diensthandy verwende? Zunächst nicht – verboten ist meistens beides. Denn auch am eigenen Gerät geht private Kom- munikation ja auf Kosten der Ar- beitszeit. Wer dafür aber auch noch Geräte oder zum Beispiel das WLAN und den Internetan- schluss der Firma nutzt, begeht einen weiteren Verstoß: Das seien Betriebsmittel, erklärt Geyer – und damit dürften sie auch nur für betriebliche Zwecke genutzt werden. Was ist, wenn ich es trotzdem tue? Das kann theoretisch ernsthafte Konsequenzen haben, bis hin zur Abmahnung und bei wiederhol- tem Verstoß schließlich bis zur Kündigung. „In der Regel sollte vorher erst eine Aufforderung des Arbeitgebers erfolgen, das uner- wünschte Verhalten zu unterlas- sen“, sagt Geyer. Arbeitsrechtli- che Sanktionen seien aber defini- tiv zulässig. Im Büro machen das alle – ist es dann erlaubt? Gut möglich. Weiß der Arbeitge- ber von einem Verstoß und tut er nichts dagegen, greift die soge- nannte betriebliche Übung. Durch sein Nichtstun hat der Chef die private Kommunikation dann quasi erlaubt – arbeitsrechtliche Konsequenzen darf sie jetzt nicht mehr haben. Bis es soweit ist, muss aber etwas Zeit vergehen: „Ausreichend sind etwa zwei bis drei Jahre fortlaufende Duldung“, sagt Geyer. Darf der Arbeitgeber kontrollieren, ob ich privat kommuniziere? Er muss es sogar, wenn er die be- triebliche Übung verhindern will. Dann muss der Arbeitgeber prü- fen, ob sich seine Mitarbeiter an das Verbot privater Kommunikati- on halten. Ein Grund dafür ist womöglich nicht nur die Angst vor ver- schwendeter Arbeitszeit, erklärt Geyer. Darf ein Mitarbeiter die berufliche E-Mail-Adresse zum Beispiel auch privat nutzen, gilt das Unternehmen als Telekommu- nikationsanbieter – mit allen rechtlichen Pflichten, rund um das Fernmeldegeheimnis zum Beispiel. Das wollen die meisten Arbeitgeber tunlichst vermeiden. Also darf der Chef meine privaten E-Mails lesen? Höchstens bei privaten Nachrich- ten auf dem beruflichen Account, so Geyer. Ansonsten gibt es strenge Regeln für die Überwa- chung – und immer wieder Streit um die Details. Ob jemand be- triebliche Mittel privat nutzt, darf der Arbeitgeber zum Beispiel nur stichprobenartig kontrollieren. Die Inhalte gehen ihn dabei nichts an. Das schützt vor allem solche Mitarbeiter, die an ihrem eigenen Gerät privat kommuni- zieren: „Das wird nur durch Zu- fallsfunde aufdeckbar sein“, sagt Geyer. Videoüberwachung wäre hier zum Beispiel nicht erlaubt. Tobias Hanraths Schnell eine Nachricht tippen: Private Kommunikation ist am Arbeitsplatz eigentlich verbo- ten, wird oft aber stillschwei- gend geduldet. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert Du gibst 100 Prozent und holst es Dir mit Garantie zurück. Willkommen, Du passt zu uns. Als Azubi (w/m). Die Deutsche Bahn sucht jedes Jahr über 3.000 Auszubildende in 50 Berufen, wie Lokführer, Gleisbauer, Fahrdienstleiter oder Elektroniker für Betriebstechnik. Bewirb Dich jetzt für eine Ausbildung mit Übernahmegarantie! Jetzt bewerben: deutschebahn.com/ausbildung DBKarriere WIR BILDEN AUS ZUM: „In meiner Ausbildung bei Hönninger starte ich so richtig durch. Zeig was Du kannst und komm ins Team!“ Hochbau · Betonfertigteile · Kanalbau · Bauträger BETON- UND STAHLBETONBAUER (M/W) MAURER (M/W) LAND- UND BAUMASCHINENMECHANIKER (M/W) BETONFERTIGTEILBAUER (M/W) INDUSTRIEKAUFMANN (M/W) Bauen hat Zukunft. Gestalte jetzt Deine Zukunft bei E. Hönninger. Jetzt bewerben unter: www.hoenninger.de/karriere info@hoenninger.de Telefon: 08091/5508-115

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