Urlaub daheim

40 Deutschland und seine Nachbarn Weitblicke über Kärntens See- und Berglandschaft Den Aussichtsturm auf den Pyramidenkogel von Maria Wörth aus erwandern Baden, Wassersport und Flanieren gehören beim Urlaub am Wörthersee dazu. Doch wer sich etwas weg vom See bewegen möchte, auf den wartet in den umliegenden Wäldern ein schönes Wanderrevier. Mit einer Tour auf den Aussichtsturm am Pyramidenkogel erhält der Wanderer einen wunderbaren Blick auf den mit 20 Quadratkilometern Fläche größten See in Kärnten. Der Auftakt für die gut zehn Kilometer mit dem Pyramidenkogel als Haupt-Wegpunkt ist die Uferpromenade von Maria Wörth. Zum Aussichtsturm gibt es Routen mit verschiedenen Streckenlängen. Die ersten Meter legt man noch in der Ortschaft zurück, vorbei an Hotels, Pensionen und schicken Villen. Die Strecke ist gut geeignet für warme Sommertage, da sie hauptsächlich an den am See angrenzenden, von Nadelbäumen dominierten, Wald führt. Die erste Hälfte ist der anstrengende Teil der Strecke, beständig geht es in Richtung Pyramidenkogel bergauf. An lichteren Stellen im Wald belohnt der Blick auf den Wörthersee. Auf 851 Meter liegt der Gipfel des Pyramidenkogels. Weit über die Baumkronen hinaus ragt der 2013 eröffnete Aussichtsturm auf dem Gipfel. Er ist 100 Meter hoch. Bevor es hoch auf den Aussichtsturm geht, der aus Holz und Stahl besteht, bietet sich noch eine Stärkung im Restaurant an. Schließlich geht es 441 Stufen hinauf, bis man die höchste Aussichtsplattform auf über 70 Metern erreicht. Der Eintrittspreis mit 15 Euro ist durchaus stattlich, dennoch lohnt es sich, den Aussichtsturm zu besteigen. Das 360 Grad-Panorama über dem See ist wunderbar. Die Fernsicht reicht weit in die Kärntner Berg- und Seenlandschaft. Wer es beim Abstieg rasant möchte, der kann die 52 Meter hohe geschlossene Gebäuderutsche hinuntersausen. Unten angekommen führen die letzten fünf Kilometer hauptsächlich bergab, Teile der Reststrecke verlaufen auf der bereits absolvierten Strecke. Unten am See angekommen, ist in Maria Wörth eine Pause an der Uferpromenade eine gute Möglichkeit, das Geschehen am See zu verfolgen. Bei einem kurzen Streifzug durch die 1600-Einwohnergemeinde, die auf einer Halbinsel liegt, fällt schnell die namensgebende Kirchenanlage Maria Wörth ins Auge. Die Kirche charakterisieren ein schmaler Nordturm und ein hohes Kirchenschiff. Sie steht etwas erhöht und wurde erstmals 894 urkundlich erwähnt. Gut drei Stunden einplanen Etwa drei Stunden sollte man für die Wanderung einplanen. Sie ist 10,5 Kilometer lang und man hat beim Aufstieg in der ersten Hälfte 440 Höhenmeter zu überwinden. Die Tour ist mittelschwer. Ausflug nach Klagenfurt Von Maria Wörth sind es nur rund zehn Kilometer nach Klagenfurt, Kärntens Hauptstadt. An einem Urlaubstag bleibt nach der Wanderung noch Zeit für einen Ausflug. Wahrzeichen Klagenfurts ist der Lindwurmbrunnen am Neuen Platz aus dem 16. Jahrhundert. Einen Überblick über die 100000-Einwohnerstadt bekommt man vom Turm der Stadtpfarrkirche aus. 225 Stufen führen hoch. Mit der Kramergasse befindet sich in Klagenfurt die älteste Fußgängerzone Österreichs. Seit 1961 ist sie autofrei. Die vielen romantischen Innenhöfe der Stadt rufen in Erinnnerung, dass es nach Italien nicht mehr weit ist. Ein Klassiker in Klagenfurt ist das Minimundus – ein Miniaturenpark, der 160 Modelle von Bauwerken, Schiffen und Zügen aus aller Welt zeigt. Chris Sternitzke i Detaillierte Infos zur Tour: www.komoot.de/smarttour/445991 Hoch über Maria Wörth eröffnet sich ein schöner Blick auf den Wörthersee. Die Kramergasse in Klagenfurt ist Österreichs älteste Fußgängerzone. Fotos: Chris Sternitzke

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