Urlaub daheim

42 Deutschland und seine Nachbarn 43 Deutschland und seine Nachbarn Ein Erlebnis für alle Sinne Zwei neue Wunderkammern und ein magisches Sommerprogramm bieten die Swarovski Kristallwelten in Tirol Die Swarovski Kristallwelten in Wattens, Tirol, zählen zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Österreichs. Gegründet im Jahr 1995 anlässlich des 100-jährigen Jubiläums von Swarovski bezauberten die Swarovski Kristallwelten bereits über 16 Millionen Gäste aus aller Welt. Zirkusfestival mit 16 Shows pro Tag Ein besonderer Höhepunkt erwartet die Besucher noch bis 22. August. „It’s Showtime“ heißt es sechzehn Mal jeden Tag, wenn Zirkusmagie und beeindruckende Körperbeherrschung auf der Bühne stehen. Vier Showacts zeigen den gespannten Besuchern die Kunst der Performance und des großen Auftritts: Die Besucher bekommen actionreiche Stunts, anmutige Akrobatik und bezaubernde Momente im weitläufigen Garten der Swarovski Kristallwelten geboten. Eiskalte Abkühlung und Hollywood Charme Die Wunderkammern der Swarovski Kristallwelten bieten eine Abkühlung an heißen Tagen. Die Wunderkammer Silent Light wartet mit echtem Schnee und Minusgraden auf. Hollywood-Glamour verspricht „The Art of Performance“ mit Kostümen von Katy Perry oder Elton John. Lichtkünstler James Turrell hat mit „Umbra“ ein körperlich-meditatives Lichterlebnis geschaffen, das im deutschsprachigen Raum einzigartig ist. Diese und fünfzehn weitere Wunderkammern machen die Swarovski Kristallwelten auch im Sommer zu einem Ausflugsziel bei jedem Wetter. i Weitere Informationen: www.kristallwelten.com Tipp: Ticket vorab online buchen für besten Preis; Öffnungszeiten: täglich von 9 Uhr bis 19 Uhr, Einlass bis: 18 Uhr Die Artisten des Circus-Theaters Roncalli verzaubern auch heuer wieder den Garten der Swarovski Kristallwelten. Foto: Swarovski Kristallwelten Auf von Behrings Spuren durch Marburg Die hessische Stadt ehrt nun die Verdienste des berühmten Sohnes Lange war der erste Nobelpreisträger für Medizin kaum präsent in der hessischen Unistadt – jetzt ist dem Forscher eine eigene Route gewidmet. Ein schönes Plätzchen hat der Mediziner für seine letzte Ruhe gewählt. Sanft schmiegt sich das leicht ansteigende Tal zwischen den Waldsaum. An seinem Ende steht das Mausoleum, in der sich eine Büste Emil von Behrings (1854-1917) befindet. Schon zu Lebzeiten soll sich der erste Medizin-Nobelpreisträger Gedanken über das Jenseits gemacht haben. Den Bau des Mausoleums gab der gebürtige Preuße ein Jahr vor seinem Tod persönlich in Auftrag. Von Behring kämpfte gegen die Vergänglichkeit des Lebens an Emil von Behring kannte sich mit der Vergänglichkeit des Lebens bestens aus und setzte in seiner Arbeit alles dran, ihr etwas entgegenzusetzen. Der Forscher entwickelte gemeinsam mit Kollegen eine Behandlung gegen die Diphtherie. Sein Serum nahm der Krankheit, an der viele Kinder starben, den Schrecken. Dafür bekam Emil von Behring den Nobelpreis und eine Bezeichnung, die bis heute mit ihm verbunden ist: „Retter der Kinder“. 1895 wurde von Behring Direktor des Hygienischen Instituts an der Medizinischen Fakultät der Universität Marburg. Die Skepsis gegenüber der hessischen Provinz legte der Immunologe schnell ab. Mit seiner Frau bezog von Behring eine schmucke Villa, wo er beim „Marburger Kränzchen“ zahlreiche Fachgespräche mit Kollegen führte. Er kaufte einen alten Gutshof und richtete dort sein Privatlabor ein, welches der Grundstein für die Behringwerke war. Heute arbeiten hier rund 6 000 Menschen in dem Biotech-Center. Von Behring war lange Zeit nicht präsent in der Stadt Lange war der Nobelpreisträger im Bild Marburgs wenig präsent. Im Gegensatz zur Heiligen Elisabeth, die Marburg im Mittelalter einen unablässigen Pilgerstrom bescherte und deren zweitürmige Kirche eines der Wahrzeichen der Stadt ist. Oder den Gebrüdern Grimm, die während ihres Jurastudiums in Marburg lebten und hier ihre ersten beiden Märchen niederschrieben. Um daran zu erinnern, führt ein „Grimmdich-Pfad“ durch die Stadt, entlang von Skulpturen wie einer XXL-Version von Aschenputtels Schuh. Doch mit der Behring-Route hat sich das geändert. An zwölf Stationen steht das Leben und Schaffen des Mediziners und Forschers im Mittelpunkt. Die Route führt vom Hauptbahnhof in einem großen Bogen durch Marburgs Nordwesten bis in die Nähe des Landgrafenschlosses. Drei bis dreieinhalb Stunden sollte man dafür einplanen. Eine der Haltepunkte auf der Route: Behrings früherer Wohnsitz am Rande der Innenstadt. Die zweistöckige Villa präsentiert sich wie vor 100 Jahren, nur dass auf dem großen Platz davor keine Pferdekutschen, sondern Autos parken. In Behrings früherem Heim ist heute das Dekanat des Fachbereichs Pharmazie der Uni untergebracht. Vor fast 500 Jahren von Landgraf Philipp dem Großmütigen gegründet, ist die Uni an jeder Ecke der 76 000-Einwohner-Stadt präsent. Im 19. Jahrhundert hat es der Jurist und Schriftsteller Ernst Koch wie folgt auf den Punkt gebracht: „Göttingen hat eine Universität, Marburg ist eine.“ Das spürt man noch heute. Ein Drittel der Bewohner sind Studenten. Hinaus aus der Innenstadt geht es zu den Behringwerken Zurück auf den Spuren Behrings verläuft die Route aus der Innenstadt hinaus zum Mausoleum und dann zu den Behringwerken. Auf dem weiteren Weg geht es unter anderem um die von ihm entwickelte Serumtherapie und das nicht immer spannungsfreie Verhältnis zu Forscherkollegen. Die Behring-Route endet in der Nähe des Schlossparks. Von hier ist man schnell am Landgrafenschloss. Und genießt den Ausblick auf das Gewimmel von Fachwerkhäusern und schiefen Kirchtürmen. Roswitha Bruder-Pasewald, dpa Marburgs historischer Marktplatz mit dem alten Rathaus. Foto: Hanna Stummer/Marburg Stadt und Land Tourismus GmbH/dpa-tmn Das Mausoleum von Emil von Behring: Er gab vor seinem Tod selbst den Auftrag dafür. Foto: Roswitha Bruder-Pasewald/dpa-tmn Entdecken Sie die Kurorte der UNESCO-Welterbeliste Die berühmten Kurstädte des westböhmischen Bäderdreiecks – Karlsbad, Marienbad und Franzensbad – wurden im Rahmen der internationalen Nominierung „The Great Spa Towns of Europe (Bedeutende Kurstädte Europas)“ in die UNESCO Welterbelistec aufgenommen. Berücksichtigt wurde neben den Heilanwendungen auch der ganzheitliche Ansatz für die Gesundheit, die ungewöhnliche Architektur und das reiche gesellschaftliche Leben – denn das Bäderdreieck gehört seit jeher zu den wichtigsten europäischen Kulturzentren. www.visitvaryregion.com Karlsbader Region

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