Berufsstart 2022

14 Klassische Wege in die Pflegeberufe Mangel in der Branche nicht erst seit der Corona-Pandemie ein Problem Der Bedarf an Pflegefachkräften ist groß. Um die Ausbildung attraktiver und moderner zu machen, gab es daher in den vergangenen Jahren zahlreiche Neuerungen. Wie sehen klassische Wege in die Pflege aus? Wer sich für das Berufsfeld Pflege interessiert, kann sich zwischen verschiedenen Karrierewegen entscheiden. Seit die Pflegeberufe Anfang 2020 reformiert wurden, gehört die duale Ausbildung zum Pflegefachmann oder zur Pflegefachfrau zum Standard. Darauf macht die Bundesagentur für Arbeit auf „abi.de“ aufmerksam. Die damals neu geschaffene generalistische Ausbildung bereitet angehende Pflegefachleute darauf vor, Menschen in jedem Alter und in allen Versorgungsbereichen zu pflegen, erklärt Otto Pompe, Berufsberater bei der Agentur für Arbeit Rheine in dem Beitrag. Spezialisierung durch Vertiefung möglich Die bisherigen Ausbildungsberufe in der Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege wurden damit abgelöst. Angehende Pflegefachleute lernen die Theorie an anerkannten Pflegeschulen und die Praxis im Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung. Mit Ende der Ausbildung erlangen sie einen EU-weit anerkannten Berufsabschluss und können sich flexibel entscheiden, in welchem Fachbereich sie arbeiten wollen. Ein Vertiefungseinsatz während der Ausbildung, etwa in der Alten- oder Kinderkrankenpflege, kann aber zu einem gesonderten Abschluss in dieser Spezialisierung führen. Als akademische Alternative wurde auch der duale Studiengang Angewandte Pflegewissenschaften eingeführt. Otto Pompe erklärt den ausbildungsintegrierten Ansatz so: An Fachhochschulen lerne man die Theorie, an Pflegeschulen die berufsfachliche Ausbildung, ergänzend gibt es praktische Einsätze. Hebammen brauchen mittlerweile ein Studium Genauso gilt seit Anfang 2020: Wer Hebamme werden will, muss ein Studium absolvieren. Das duale Bachelorstudium heißt Hebammenkunde oder angewandte Hebammenwissenschaft. Hintergrund der vielen Neuerungen ist laut Otto Pompe das Ziel, die Pflegeberufe aufzuwerten und an moderne Anforderungen anzupassen. Amelie Breitenhuber Angehende Hebammen werden seit einiger Zeit an Hochschulen ausgebildet. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn Auch in der Altenpflege wird seit Jahren jede helfende Hand gebraucht. Foto: Tom Weller/dpa-tmn GEHALTSVERGLEICH: Das Gehalt von Pflegehelfern liegt mittlerweile im Durchschnitt bei maximal 2800 Euro brutto. Pflegefachkräfte schneiden naturgemäß besser ab. Hier kann das Gehalt je nach Einrichtung bis zu 3300 Euro brutto im Monat betragen.

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