München Pur

6 München Pur München Pur 7 Nachhaltigkeit hat viele Facetten Bei der Stadtsparkasse München ist das Thema in der Unternehmensstrategie fest verankert Nachhaltigkeit ist der Stadtsparkasse München ein zentrales Anliegen. Insbesondere will man dazu beitragen, das engere Umfeld – also die Stadt München – auch für nachfolgende Generationen lebenswert zu erhalten. Dafür hat sich das Unternehmen ehrgeizige Ziele gesetzt. Der Begriff Nachhaltigkeit gehört heute sicher zu den meistgebrauchten Schlagwörtern. Dennoch erschließt sich nicht immer, was damit eigentlich gemeint ist. Inflationär und abstrakt gebraucht, läuft das Wort Gefahr, sich abzunutzen und an Glaubwürdigkeit einzubüßen. Um greifbar und überzeugend zu sein, muss es für konkrete Inhalte stehen. Für Unternehmen heißt das: Sie müssen klar vermitteln, welche Ziele sie verfolgen und wie sie sich dafür einsetzen. In der Ökologie steht natürlich die Klima- und Ressourcenschonung im Mittelpunkt, damit wir uns und den nachfolgenden Generationen die Erde dauerhaft als Lebensgrundlage erhalten. Deshalb hat sich die Sparkassen-Finanzgruppe eine Selbstverpflichtung für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften auferlegt. Das Ziel der Stadtsparkasse München: Der Geschäftsbetrieb soll bis zum Jahr 2035 vollständig CO2-neutral sein. Drei Faktoren spielen eine Schlüsselrolle „Neben dem Umweltaspekt gilt es aber auch, im Hier und Jetzt gleiche Lebensbedingungen für alle Bürgerinnen und Bürger zu schaffen“, sagt Ralf Fleischer, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse München. „Und nicht zuletzt ist es wichtig, dass wir als Sparkassen über eine gute Unternehmensführung zu diesen Zielen beitragen.“ Was zusammengefasst bedeutet: Echte Nachhaltigkeit lässt sich nur dann erreichen, wenn Ökonomie, Ökologie und Soziales gleichermaßen berücksichtigt werden. Deshalb verfolgen die Sparkassen den sogenannten ESG-Nachhaltigkeitsansatz: „E“ steht dabei für Environment (Umwelt), „S“ für Social (Soziales) und „G“ für Governance (Unternehmensführung). Das sind die drei Eckpfeiler, auf die es ankommt. Finanzströme gezielt sinnvoll lenken Die weitreichendste Möglichkeit, steuernd im Sinne von Nachhaltigkeit zu wirken, hat die Stadtsparkasse München über ihr Kerngeschäft. Das sind geld- und kreditwirtschaftliche Leistungen. „Hier liegt ein großer Hebel für uns als Sparkasse, da wir die uns anvertrauten Gelder der Kundinnen und Kunden für die nachhaltige Transformation unserer Region und Wirtschaft vor Ort einsetzen“, sagt Fleischer. „Damit tragen wir eine hohe Verantwortung, haben aber auch die Chance, eine aktive Rolle zu spielen.“ Ein Beispiel dafür ist der im Dezember 2020 aufgelegte Investmentfonds SSKM Nachhaltigkeit Invest, der die Gelder der Kunden in nachhaltig agierende Unternehmen oder Staaten investiert. Um Missverständnissen vorzubeugen: Auch mit diesem Fonds sollen Anleger natürlich Geld verdienen. Denn Nachhaltigkeit und Rendite schließen sich keineswegs aus. Oft passt eine hohe Rendite mit Umweltschutz, sozialer Verantwortung und guter Unternehmensführung sogar hervorragend zusammen. Klimaschutz beginnt im eigenen Haus Ein vergleichbarer Effekt für Umwelt und Gesellschaft lässt sich über die Leitlinien für Kreditvergaben erzielen – also die Festlegung, für welche Unternehmenszwecke noch Kredite genehmigt werden und welche dafür unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit nicht infrage kommen. Auch bei der Stadtsparkasse München kommt es natürlich darauf an, Nachhaltigkeit in die betrieblichen Abläufe zu integrieren. So wird zum Beispiel in diesem Jahr eine Photovoltaik-Anlage zur hauseigenen Stromerzeugung auf dem Dach des Verwaltungszentrums in der Ungererstraße installiert. Auch für die Elektro-Mobilität legt sich die Stadtsparkasse konsequent ins Zeug: 2022 wurden 16 Ladestationen für Elektrofahrzeuge eingerichtet, die Kunden sowie Bankmitarbeiter nutzen können. Soziale Verantwortung wird gelebt Das gesellschaftliche Engagement kann sich ebenfalls sehen lassen: Im Jahr 2021 brachten die nachhaltigen Initiativen der Stadtsparkasse München insgesamt 2,8 Millionen Euro an Spenden und Sponsorings für wichtige Einrichtungen der Stadt ein. 170 Projekte von sozialen, karitativen und gemeinnützigen Organisationen in München hat die Bank unterstützt. Zusätzlich wurden über die Online-Spendenplattform WirWunder.de/muenchen in den vergangenen sechs Jahren knapp sieben Millionen Euro gesammelt. Hier geht es wirklich um Geld und das Beste, was es bewirken kann. Die Stadtsparkasse München hat Nachhaltigkeit in die betrieblichen Abläufe integriert und bietet Ladestationen an. Foto: Johann Hinrichs/SSKM Ralf Fleischer, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse München Foto: Andreas Pohlmann/SSKM Oft passt eine hohe Rendite mit Umweltschutz, sozialer Verantwortung und guter Unternehmensführung hervorragend zusammen. Foto: Adobe Stock Vielen Dank für die Blumen Insekten spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem: So wird das Zuhause zum Paradies für Brummer Brummend und summend bewegen sich kleine Helfer zwischen blühenden Pflanzen, doch es werden jedes Jahr weniger. So gelten 41 Prozent der in Deutschland beheimateten Wildbienenarten laut Roter Liste als gefährdet. Gründe für den Rückgang an Vielfalt gibt es einige. Monokulturen, also Äcker, die mit einer einzigen Getreidesorte bebaut werden, führen beispielsweise dazu, dass nur auf die jeweilige Pflanze spezialisierte Kerbtiere Nahrung finden. In der Landwirtschaft eingesetzte Pestizide töten häufig neben unerwünschten Schädlingen auch deren natürliche Fressfeinde und nützliche Bestäuber. Des Weiteren nennt der Biodiversitätsexperte Josef Settele Krankheitserreger, invasive Arten, Klimawandel sowie Umweltverschmutzung als Ursachen. Schön anzusehen, aber wenig Nutzen Zusammen mit anderen Wissenschaftlern stellt Settele eine Liste von Handlungsoptionen für die Politik zusammen. Darin geht es unter anderem um die Unterstützung von landwirtschaftlichen Betrieben, die bereits bestäuberfreundliche Praktiken anwenden, und um die Schaffung von Flächen im öffentlichen Bereich, auf denen heimische Blumen und Sträucher blühen. Der Biologe warnt davor, die Verantwortung allein den Erzeugern zuzuschieben. Denn jeder Einzelne kann Einfluss auf die Biodiversität nehmen, zum Beispiel hinter dem eigenen Haus. Ordentlich und farbenfroh, so stellen sich viele den perfekten Garten vor. Dafür gezüchtete Zierblumen wie geschlossene Dahlien, Pfingstrosen und Chrysanthemen verbergen ihre Knospen hinter dichten Blüten. Schön anzusehen für Menschen – doch unerreichbar für Insekten. Voluminöse Blätter verwehren Käfern den Zugang zum nahrhaften Innenleben der Blumenpracht. Ohne kraftbringenden Nektar verlieren Bestäuber die Energie und können ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen, warnt Settele. Gute Bedingungen für eifrige Saubermacher Bunte Alternativen: Wilde Malve, Nachtkerzen oder Veilchen. Neben Bienen verteilen Fliegen, Falter oder Hummeln die für Vermehrung von Pflanzen zuständigen Pollen. Doch wer glaubt, die fleißigen Tierchen betätigen sich nur als Transporteure für Nektar und Samen, irrt. Ob in der Luft oder am Boden, überall leisten Insekten einen großen Beitrag zur Aufrechterhaltung von Ökosystemen. Sie zersetzen altes Holz sowie andere biologische Abfälle und fördern somit die Fruchtbarkeit der Böden. Größeren Tieren wie Vögeln und Fledermäusen dienen sie als Nahrungsquelle und bestimmte Arten reinigen sogar Wasserläufe. Ohne die eifrigen Saubermacher fällt der gesamte Kreislauf in sich zusammen – sie sind deshalb unentbehrlich. Im Zweifel gilt: Einfach mal nichts machen Selbst Kleinigkeiten fruchten: So bieten heimische Pflanzenarten den Helfern reichlich und vor allem zugängliche Nahrung. Aus Holzstücken gezauberte Hotels dienen als perfekter Rückzugsort für erschöpfte Arbeiterbienen. Mit einem insektenfreundlichen Außenbereich tragen Hobbygärtner zum Artenschutz bei. Für alle ohne grünen Daumen hier noch eine gute Nachricht: Auch nichts tun hilft. Kurz geschorene Gräser und exotische Blumen, wie sie in vielen Gärten anzutreffen sind, vergraulen Krabbeltiere. Besser finden sie sich in naturbelassenen Wiesen mit viel einheimischem Grün zurecht. (PM) Wer kleinen Helfern eine große Freude machen möchte, pflanzt heimische Blumen wie die Gemeine Wegwarte. Foto: Pixabay Pfingstrosen verbergen ihre Knospen hinter dichten Blüten – für Insekten unerreichbar. Foto: ccvision

RkJQdWJsaXNoZXIy MTYzMjU=